Damast

Damast Der Begriff "Damast" für Verbundschweißstahl leitet sich von Damaskus ab, jener alten Handelsmetropole im Vorderen Orient, die auch Heimat ungezählter Waffenschmieden war. Doch ist historisch einwandfrei belegt, dass die Kunst des Damaszierens schon in der vorchristlichen Eisenzeit angewandt wurde, wie archäologische Funde aus der Pfalz beweisen.

Der durch das Verschweißen von Eisen und Stahl entstehende Farbunterschied wurde erst mit der Zeit von den Schmieden dazu benutzt, bestimmte Ornamente (Streifen-, Wellen-, Torsionsdamast etc.) gekonnt einzusetzen. In der Völkerwanderungszeit zollt man außer der Qualität des Damaszenerstahls nun auch den Mustern größte Beachtung ("...das Hartschwert mit gewundener Wurmzier". Zitat: "Beowulf") .Bei Wikingern und Franken erfreuten sich "wurmbunte" Schwerter vom 6. bis 11. Jahrhundert größter Wertschätzung und Beliebtheit. Danach geriet die hohe Kunst des Damaszierens für Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst mit den Türkenkriegen im 17./18. Jahrhundert gelangten wieder kostbare Blank- und Feuerwaffen als Kriegsbeute nach Westeuropa.

Die aufwendige und kostspielige Fertigung schließt jede billige Massenproduktion aus und bewahrt dem handwerklich hergestellten Verbundschweißstahl Damast seinen ihm zukommenden Wert.